Über uns

Die Betriebskommission

Beat Tinner, Präsident

Vreni Kruse, Gemeinderätin

Telemachos Hatziisaak, Heimarzt

Ingrid Stocker

Albert Frehner

Beratende Funktion

Beatrice Disch, Heimleiterin

Monika Näf, Co-Pflegedienstleiterin

Doris Roider, Co-Pflegedienstleiterin

Entstehungsgeschichte

Als mit der 48er Verfassung sich die Schweiz vom Polizeistaat zum Wohlfahrtsstaat entwickelte, übernahmen die öffentlichen Gemeinwesen neue, grosse Aufgaben. Insbe­sondere erwuchsen auch den Ortsbürgergemeinden solche durch die vermehrte Für­sorge für die aus allen möglichen Ursachen armen oder verarmten Gemeindeglieder.

Der Ortsgemeinde Wartau sind so in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts durch die Privatversorgung verhältnismässig vieler Bürger so hohe Kosten erwachsen, dass sie sich entschloss, eine eigene Anstalt zu gründen.

In der Folge baute sie auf ihrem eigenen Grund und Boden in der weiten Rheinebene vor der Ortschaft Weite, auf der sogenannten Heuwiese, die notwendigen Gebäulichkei­ten; ein für die damalige Zeit recht ansehnliches Wohngebäude in Holz und die notwendigen Oekonomie-Gebäude für den landwirtschaftlichen Betrieb.

Die Anstalt wurde unter dem Namen "Armen- und Waisenanstalt Wartau" am 1. Juli 1880 durch Präsident Mathias Gauer eröffnet. Als erster Armenvater stand Johs. Hart­mann-Gauer der Anstalt vor. Mit ihm bezogen 17 Insassen das neue Heim . Die zwei­ten Armeneltern waren Jakob Gabathuler & Frau, die dritten Heinrich Gabathuler & Frau, die vierten Mathias und Elsbeth Müller-Frey und die fünften, seit dem Jahre 1932, Christian und Nina Gauer-Freuler.

Das in prächtiger, milder Au gelegene und von Waldwuchs umgebene Armengut be­durfte vieler und unentwegter Arbeit, bis das Rheinschwemmland, auf dem es sich ausdehnt, zu einigermassen fruchtbarem Kulturland verwandelt war. In den 30er Jahren umfasste das vollständig arrondierte Gut 70 Jucharten zumeist Acker- und Wiesland und etwas Wald. Der Landwirtschaftsbetrieb diente vornehmlich der Selbstversorgung, brachte da­neben aber auch hauptsächlich Zuchtvieh, Milch, Eier, Kartoffeln, Brotgetreide und Obst und später auch Tabak in den Handel. Der Stall beherbergte 3 Pferde, 30 Stück Grossvieh, 20 Schafe, mehrere Schweine und eine grosse Anzahl Hühner.

Die Zahl der Heiminsassen betrug 29, obwohl zufolge der einschlägigen gesetz­lichen Bestimmungen schon längst keine jugendlichen Waisen mehr in der Anstalt untergebracht waren.

Im Jahre 1921 wurde das Wohgebäude durch eine Feuersbrunst vollständig zerstört. Glücklicherweise konnten dabei sämtliche Insassen gerettet werden.

An der gleichen Stelle wurde mit einem Kostenaufwand von fast einer Viertelmillion Franken ein etwas erweiterter, sehr zweckmässig eingerichteter und Aug und Herz er­freuender Neubau errichtet. Dieser wurde unter dem neuen, zeitgemässen Namen "Bürgerheim Wartau" am 4. Juni 1923 eröffnet.

Im Jahre 1927 ging die Anstalt mit dem gesamten bürgerlichen Armenwesen durch Abkurung von der Ortsgemeinde Wartau an die politische Gemeinde Wartau über. Dabei hatte die Ortsgemeinde das ganze Gut entschädigungslos abzutreten und dazu noch eine Auslösungssumme von Fr. 375'000 zu entrichten.

Das Nachfolgerehepaar von Familie Gauer hiess Eugster. 1980 wurde das Haus renoviert und hiess neu "Altersheim Wartau".

Von 1992 - 2000 leitete das Ehepaar Andreas und Christine Gygax das Altersheim. Aus Rentabilitätsgründen wurde zuerst die Viehwirtschaft und Ende Juni 2000 die gesamte Landwirtschaft eingestellt. Frau Beatrice Disch leitet das Altersheim seit Juli 2000.

Daten Neubau Betagtenheim in Azmos

März 1997

Aufnahme der Verhandlungen mit dem Kanton betreffend Neubau oder Sanierung des bestehenden Betagtenheimes

August 1997

Grundsatzentscheid Neubau Betagtenheim

Februar 1998

Das Amt für Gemeinden erteilte die Bewilligung zum Kauf der Parzelle Trubabongert in Azmoos

März 1998

Bildung einer Jurykommission, die das Anforderungsprofil des neuen Betagtenheimes aufstellte

August 1998

Öffentliche Ausschreiben des Studienauftrages für ein Betagteneheim (Architektenwettbewerb)

Dezember 1999

Jurierung und Präsentation der eingegangenen Projekte

5.5.2000

Wahl der Baukommission

26.11.2000

Urnenabstimmung über Baukredit von Fr. 13,4 Mio.; 925 Ja-Stimmen, 532 Nein-Stimmen

2.7.2001

Beginn Abbruch Mehrzweckgebäude auf Parzelle Trubabongert

6.8.2001

Spatenstich mit Behörden, Bauhandwerkern, zukünftigen BewohnerInnen und der Presse

31.10.2003

Abschluss der Bauarbeiten am Neubau

9.12.2003

Betriebsaufnahme und Einzug ins neue Betagtenheim Wartau in Azmoos mit 32 Einzelzimmern und 6 2-Zimmer-Wohnungen für Betreutes Wohnen

1.4.2011

Spatenstich Neubau von 22 Wohnungen für Betreutes Wohnen mit Verbindungstrakt zum Betagtenheim. Baukosten Fr. 18.8 Mio.

Februar 2013

Abschluss der Bauarbeiten am Neubau Betreutes Wohnen

1. - 4.2014

Im dritten Obergeschoss des Betagtenheims wurden drei Wohnungen in Einzelzimmer umgenutzt und ein Aufenthaltsraum, ein WC und eine 100 m2 grosse Terrasse eingerichtet. Alle Balkone im Süden und Westen erhielten Sonnenstoren. Zudem wurden Unterhaltsarbeiten an Fenstern und an den Par­kettböden im Speisesaal und auf den Gängen vorgenommen.

25.5.2014

Festliche Einweihung der neuen Räumlichkeiten im Rahmen eines Tages der offenen Türen zusammen mit dem Betreuten Wohnen und der Spitex. Die Bevölkerung zeigte grosses Interesse. Rund 700 Personen erschienen und machten sich ein Bild über die neue Infrastruktur